Disney erhält Patent für Echtzeit-Projektionen auf Rauch und Feuerwerksschwaden
Disney hat ein Patent für Projektionen auf bewegten Oberflächen erhalten – Rauch, Nebel, tief hängende Wolken und sogar Feuerwerksrückstände sollen sich in Echtzeit als Leinwand nutzen lassen. In den Patentzeichnungen tauchen unter anderem Chernabog und Madame Leota auf.
Disney ist ein Patent für ein Projektionssystem erteilt worden, das Bilder auf sich ständig verändernde Oberflächen werfen kann – darunter Rauch und die Rückstände von Feuerwerken. Das Schutzrecht mit der Nummer US-20260246909-A1 wurde am 20. Februar 2025 eingereicht und am 20. August 2026 erteilt.


Technisch beschreibt das Patent ein Zusammenspiel mehrerer Komponenten. Eine Kamera erfasst zunächst ein lichtreflektierendes Material im Raum. Ein Controller wertet die Aufnahme aus, erkennt daran die dynamischen Eigenschaften des Materials und bestimmt auf dieser Grundlage, welche Inhalte darauf projiziert werden sollen. Ergänzt wird das System um eine Lichtquelle, die nicht sichtbares Licht aussendet, sowie um einen Sensor, der die Eigenschaften der Oberfläche anhand der Reflexion dieses Lichts erfasst. Verändert sich die Oberfläche, passt der Controller die projizierten Inhalte entsprechend an. Ein Projektor überträgt das Bild schließlich auf das bewegte Material.
Welche Materialien dafür infrage kommen, führt die ausführliche Patentbeschreibung ebenfalls auf: Neben Rauch werden Nebel, Dunst, tief hängende Wolken und Feuerwerksrückstände genannt. Der Controller soll dabei die Bewegungseigenschaften des jeweiligen Mediums erkennen und daraus ableiten, wie sich das Bild am besten darstellen und nachführen lässt.


Anschaulich wird das durch die Zeichnungen im Patent. Eine Abbildung zeigt beispielhaft, wie Chernabog auf Rauch projiziert wird und wie sich das Bild verhält, während sich die Oberfläche verändert. Eine weitere Grafik zeigt das Gesicht von Madame Leota – ein Hinweis darauf, dass auch sie auf diese Weise in Rauch erscheinen könnte.
Ob und wann die Technik tatsächlich in den Parks zum Einsatz kommt, ist damit allerdings nicht gesagt. Patente werden regelmäßig angemeldet und erteilt, ohne dass daraus eine konkrete Umsetzung folgt; bis zu einem möglichen Einsatz dürfte noch einige Zeit vergehen.
Geschrieben von DPM-VIDS · 20. August 2026, 15:57 Uhr