Joe Rohde über das Aus für „Beastly Kingdom": Warum Pandora die bessere Idee war
Einhörner statt Na'vi? Fast wäre es so gekommen! Disney-Legende Joe Rohde hat verraten, warum aus dem legendären „Beastly Kingdom" nie etwas wurde – und warum ausgerechnet Pandora am Ende die bessere Wahl war. Die ganze Geschichte gibt's hier!
Kaum ein Disney-Projekt wird von Fans so sehr betrauert wie „Beastly Kingdom" – jener nie gebaute Bereich in Disney's Animal Kingdom, der sich Fabelwesen im Geiste von „Fantasia" widmen sollte. Nun hat Imagineering-Legende Joe Rohde in einem Interview mit „Entertainment Weekly" (veröffentlicht am 20. August 2026) erklärt, warum es anders kam.
Ursprünglich war das Animal Kingdom auf drei Säulen aufgebaut: Tiere der Gegenwart (Afrika und Asien), Tiere der Vergangenheit (Dinosaurier) – und Tiere der Fantasie. Genau diese dritte Kategorie sollte „Beastly Kingdom" abdecken. Laut Rohde existierten sogar vier verschiedene Entwurfsfassungen des Bereichs.

Das Aus kam ausgerechnet in der Phase, in der das Konzept dem damaligen CEO Michael Eisner präsentiert wurde. Der Umfang des Parks sei schlicht zu ambitioniert gewesen – man könne unmöglich alles gleichzeitig bauen, so die Einschätzung. Als Platzhalter entstand in der südwestlichen Ecke des Parks stattdessen Camp Minnie-Mickey.
Dass dort später Pandora eröffnete (2017), hält Rohde rückblickend für die stimmigere Lösung. Die Na'vi seien schließlich ebenfalls Fantasiewesen – sie transportierten aber zusätzlich einen „Öko-Mythos". Diese Auseinandersetzung mit Umweltthemen habe deutlich besser zur Ausrichtung seines Teams gepasst als klassische Fantasy-Motive wie Einhörner oder Drachen. Für Pandora arbeitete Rohde eng mit dem inzwischen verstorbenen Produzenten Jon Landau und Regisseur James Cameron zusammen.
Geschrieben von DPM-VIDS · 21. August 2026, 17:31 Uhr